Statt komplizierter Modelle nutzt du kompakte Entscheidungsregeln, die aus Mustern, Erfahrungen und Prioritäten destilliert werden. Eine gute Regel ist verständlich, überprüfbar und freundlich zu deinem zukünftigen Ich. Sie führt dich schnell zur Handlung, ohne dich blind zu machen.
Überall dort, wo ähnliche Situationen wiederkehren, entlasten klare Defaults, Schwellenwerte und Wenn-Dann-Formulierungen. Morgengewohnheiten, E-Mails, Essenswahl, Meetings, Haushalt, Einkäufe, Trainingsplan: Wiederholungen schreien nach Struktur. Die richtige Abkürzung schont Nerven, verhindert Mikro-Entscheidungen und gibt dir zuverlässigen, ruhigen Takt.
Heuristiken vereinfachen, doch sie sind keine Orakel. Einmal erstellte Regeln dürfen nicht unantastbar sein. Seltene, riskante oder neuartige Situationen brauchen bewusstes Denken, zusätzliche Informationen und eventuell Expertensicht. Deshalb definieren wir Stoppregeln, Ausnahmen und regelmäßige Überprüfungen als integralen Bestandteil.